Zlatan Ibrahimovic überzeugt mit Können und frechen Sprüchen

Wer an Schweden denkt, dem fallen sofort düstere Krimis, das Nordlicht oder ABBA ein. Doch das Land im Norden hat in den letzten Jahrzehnten auch seine Spuren im Fußball hinterlassen. Verantwortlich dafür sind nicht nur die Erfolge der Fußball-Nationalmannschaft, sondern vor allem das Talent und Können eines einzigen Mannes. Zlatan Ibrahimovic stieg zum Superstar auf und lehrte die Tormänner sämtlicher Spitzenvereine Europas das Fürchten. Der Schwedenbomber ist nicht nur für Tore am Fließband bekannt, sondern auch für seine respektlosen Sprüche.

Geliebt und gefürchtet gleichermaßen

Der extravagante Star aus dem Norden Europas hat sich noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. An die Adresse der Manchester United-Legende Eric Cantona, der als König von Manchester galt, meinte er einmal: „Er sollte wissen, dass ich in Manchester nicht König werden will, ich werde Gott in Manchester!“ In Paris klang das schon etwas anders. Nach seinem Abschied bei Paris Saint-Germain meinte Ibrahimovic: „Ich kam als König und gehe als Legende.“ Als sein Abschied schon feststand formulierte er folgende Bedingung für seinen Verbleib: „Ich bleibe, wenn sie den Eiffelturm durch eine Statue von mir ersetzen. Das verspreche ich.“ In den Play-offs zur Fußball-Europameisterschaft gelang es dem Schwedenbomber seine Mannschaft in letzter Minute doch noch mit zwei Toren für das Turnier zu qualifizieren. Sein Kommentar an den Gegner aus Dänemark sorgte für Aufsehen: „Die Dänen wollten mich in Rente schicken. Jetzt habe ich ganz Dänemark in Rente geschickt.“ Seine Fans lieben nicht nur seine überragenden Leistungen auf dem Feld, sondern auch sein großspuriges Auftreten in der Öffentlichkeit. Natürlich wird manches schamlos übertrieben, doch Ibrahimovic konnte sich beim Kommentieren noch nie wirklich zurückhalten. Die zahllosen Geschichten über seine Eskapaden kommentierte er einmal wie folgt: „95 Prozent sind aufgebauscht, zweieinhalb Prozent fast falsch und der Rest ist die Wahrheit.“

Geliebt und gefürchtet gleichermaßen
Geliebt und gefürchtet gleichermaßen

Ein Mann der Rekorde

Seine Differenzen mit seinen Trainern und Mitspielern sind legendär, doch eines ist sicher. Jede Mannschaft hat bisher noch von seinem Engagement profitiert. Trainer, die ihn wieder loswerden wollten, bereuten den Schritt oftmals im Nachhinein. So richtete er einst seinem Star-Trainer Pep Guardiola beim FC Barcelona folgendes aus: „Ich bin ein Ferrari und du fährst mich wie einen Fiat.“ Von Guardiolas Spielphilosophie und dem Trainer selbst hielt der Schwede gar nichts. Er meinte dazu nur lapidar: „Diesen Philosophen brauchen wir hier nicht. Der Zwerg und ich reichen.“ Mit Zwerg war übrigens niemand geringerer als Lionel Messi gemeint. Das Match Ibrahimovic gegen Guardiola ging damals übrigens zuungunsten des Schweden aus. Er wurde zum AC Mailand transferiert und rächte sich postwendend. Er gewann gleich im ersten Jahr mit seinem neuen Verein den italienischen Meistertitel und demonstrierte damit, dass er in jedem Verein erfolgreich Tore schießen kann. Zlatan Ibrahimovic wurde in seiner Heimat Schweden insgesamt elfmal als Fußballer des Jahres ausgezeichnet, davon zehnmal hintereinander. Er war einst der beste Stürmer der Welt, seine Technik und seine spektakulären Aktionen machten ihn nahezu unverzichtbar. Er spielte 15 Jahre lang für die schwedische Nationalmannschaft und ist bis heute mit 62 Toren deren Rekordtorschütze.