Wenn sich das Nordlicht zeigt

Das Nordlicht, auch, Polarlicht oder Aurora borealis genannt, ist ein faszinierendes Naturschauspiel, das man in zahlreichen Ländern im Norden bestaunen kann. Dieses fast überirdische Phänomen kann man am besten in Schwedisch Lappland betrachten.

Seine geografische Nähe zum magnetischen Nordpol macht es zum idealen Ort, um das Nordlicht einmal in „freier Wildbahn“ zu sehen. Das Polarlicht erscheint am Himmel, wenn geladene Sonnen-Partikel, vom Sonnenwind getragen, auf der Erde mit gasförmigen Partikeln zusammenprallen. Die unterschiedlichen Gase lassen die berühmten grünen und pinken Farben erstrahlen. Dieses Schauspiel ist auf jeden Fall eine Reise nach Schweden wert.

Der Abisko Nationalpark ist ideal für eine Sichtung

Sehen kann man das Nordlicht ab Anfang September bis jeweils in den April des nächsten Jahres. Wer sich innerhalb dieses Zeitraums, zum Beispiel während einer Motorradtour in Schweden aufhält, hat gute Chancen das Nordlicht live sehen zu bekommen. Bevorzuge Standorte gibt es viele, doch der beste dürfte die Aurora Sky Station im Abisko Nationalpark sein. Dieser liegt rund 100 Kilometer von der Stadt Kiruna entfernt und ist sowohl mit dem Zug, dem Auto, dem Bus oder dem Motorrad erreichbar. Mit einem Sessellift gelangt man zum Aussichtsturm. Dort befinden sich auf ein Café, ein Souvenir-Shop und eine Nordlicht-Ausstellung. Abisko ist von Bergen umgeben und ein ziemlich kalter Ort. Warme Bekleidung ist also dringend empfohlen. Dort erwartet einen ein klarer Himmel, daher sind die Voraussetzungen gut, das Nordlicht tatsächlich erleben zu können.

Die Faszination der bizarren Farben

Die seltsamen Farben des Nordlichts haben die Menschen schon immer fasziniert. Früher sah man darin die Geister der Toten, das liegt wahrscheinlich auch an den Geräuschen, die man in der Nähe wahrnehmen kann. Das zunächst unerklärlich Knistern und Knacken wurde makabren Spielen der Toten zugeschrieben. Heute kennt man die Ursache und staunt über das Naturwunder. Trifft der Sonnenwind unter Einwirkung des Magnetfeldes der Erde auf unsere Atmosphäre, entstehen diese Geräusche. Da dies in der Nähe der Erdpole stattfindet, kann man das Phänomen am besten in deren Nähe betrachten. Dabei entstehen die verschiedenen Farben in unterschiedlicher Höhe.

Die Faszination der bizarren Farben
Die Faszination der bizarren Farben

Rote Polarlichter treten in einer Höhe von 200 bis zu 1.000 Kilometern über der Erde auf. Diese Lichter sind am weitesten zu sehen. Blaue Lichter entstehen rund 100 Kilometer über der Erde und sind eher als Schimmer wahrnehmbar. Grüne Lichter hingegen entstehen bis zu 100 Kilometer oberhalb der Erdoberfläche und vermischen sich gerne mit pinken Streifen. Dabei handelt es sich um die einfachste Variante von Nordlichtern. Seine Schleier und Zacken sorgen für ein bizarres Farbenspiel, das die unterschiedlichsten Phantasiegemälde in den Himmel projiziert und ständig in Bewegung bleibt. Dieses Spektakel findet regelmäßig statt, ist aber natürlich nur in der Nacht zu beobachten. Die Wintersaison in Schweden eignet sich dafür am besten. Entgegen der landläufigen Meinung sind Herbst und Frühling dafür besser geeignet als die Wintermonate Dezember und Januar. Wer sich dafür interessiert, sollte also am besten auf die Monate September und Oktober, bzw. Februar und März setzten. In einigen Orten in Schweden werden sogar geführte Nordlicht-Touren angeboten.