Schweden ist einer der Sehnsuchtsorte der Deutschen

Die Deutschen haben eine Affinität zu Schweden. Es gibt nur wenige Länder auf der Welt, die in Deutschland so anerkannt und beliebt sind wie der nördliche Nachbar. Die Schweden haben für diese Hingabe sogar ein eigenes Wort erfunden und in ihren Sprachschatz aufgenommen. Es handelt sich also um Bullerbysyndromet, also das Bullerbü-Syndrom, wenn man in Deutschland von Schweden schwärmt. Für dieses idealisierte Bild, das die Deutschen von den Schweden haben, sind zahlreiche Motive verantwortlich.

ABBA, Ikea und Astrid Lindgren prägen das Image

Sie finden sich vor allem in der Kunst und in der Natur. Mit am bekanntesten und gleichzeitig der Namensgeber ist das berühmte Buch „Wir Kinder von Bullerbü“ der schwedischen Autorin Astrid Lindgren. Ganze Generationen sind mit diesem Buch in Deutschland aufgewachsen. Seit 1954 hat es eine Millionenauflage erreicht und wird immer noch gerne gelesen. Die Geschichten handeln von unberührter Natur, friedliebenden Menschen und idyllischen Landschaften. All das hat sicherlich auch zur Verklärung von Schweden in Deutschland geführt. Schließlich ist dieses Bild einer heilen Welt das, was sich viele Bundesbürger insgeheim für ihr Leben wünschen. So wurde Schweden zum Sehnsuchtsort der Deutschen. Mit dazu beigetragen haben aber noch zahlreiche andere schwedische Spezialitäten. Da wäre zunächst einmal die Musikgruppe ABBA, die auch in Deutschland einen Siegeszug ohnegleichen angetreten hatte. Bis heute ist die Band in ihrem Erfolg unumstritten. Die Kinofilme rund um ihre Musik waren ein Renner, die Platten verkaufen sich auch heute noch wie warme Semmeln. Deutschland zählte schon immer zu den größten Bewunderern der großen Vier aus dem Norden. Die unerschütterlichen Autos von Volvo und das Möbelhaus Ikea haben darüber hinaus mitgeholfen, das positive Image von Schweden im Deutschland zu prägen und aufrechtzuerhalten.

Unberührte Landschaften und eine multikulturelle Gesellschaft

Der schwedische Wohlfahrtsstaat gilt seit vielen Jahrzehnten der deutschen Politik als Vorbild und wird gerne als Beispiel herangezogen, wenn es darum geht die soziale Sicherheit weiter zu verbessern. Die Schweden selbst nehmen die Liebe der Deutschen zu ihrem Land übrigens mit etwas Erstaunen zur Kenntnis. Doch die Hinwendung ist nicht ganz unbegründet. Denn Schweden bietet auch abseits aller Klischees jede Menge spannendes für seine Besucher. Das flächenmäßig gut ein Viertel größere Land als Deutschland hat tatsächlich zahlreiche unberührte Landschaften und Naturwunder zu bieten. Dazu zählen nicht nur das Nordlicht und die langen Sommertage, bzw. langen Winternächte, sondern auch die Flora und Fauna. Die vielfältige Natur ist ein gutes Argument für einen Besuch in unserem Nachbarland. Da ist von den sanften Ostseestränden im Süden, über die zerklüftete Küste, bis hin zur Tundra in Lappland alles mit dabei. Unberührte Wälder und glasklare Seen machen das dünn besiedelte Land zum begehrten Ziel von Abenteurern.

Unberührte Landschaften und eine multikulturelle Gesellschaft
Unberührte Landschaften und eine multikulturelle Gesellschaft

Die rund zehn Millionen Einwohner leben vorwiegend in den Städten, dort teilen sich 80 % der Bevölkerung den Platz. Diese befinden sich im Süden Schwedens und weisen eine enorme Zuwachsrate auf. Das Land versteht sich als Anlaufstation für Flüchtlinge und hat dies in den letzten Jahren wieder deutlich unter Beweis gestellt. Als multikulturelle Gesellschaft legt man in Schweden viel Wert auf die Gleichheit aller Bewohner. Diese Werte kommen auch in Deutschland gut an. Kein Wunder also, das sich viele Deutsche nach einem Land wie Schweden sehnen und es gerne besuchen.