Das Abba-Museum macht die Musikgeschichte lebendig

Abba starteten ihre Weltkarriere mit einem Sieg beim Eurovision Song Contest. Ihr Erfolg im Jahr 1974 machte die vier Schweden weltberühmt. „Waterloo“ begründete nicht nur eine einzigartige Karriere, sondern wurde im Jahr 2005, im Rahmen der Jubiläumsshow 50 Jahre Eurovision Song Contest, zum besten Lied des Grand Prix gewählt. Das Abba-Museum in Stockholm hat der grandiosen Karriere der vier Schweden ein Denkmal gesetzt. Das Museum befindet sich als Teil der Swedish Music Hall of Fame im Untergeschoss des Gebäudes auf Djurgården in Stockholm. Rund eine Million Besucher kommen jährlich hier her, um die Geschichte der Band Revue passieren zu lassen.

Abba lebt weiter

Seit ihrer inoffiziellen Trennung vor mehr als 35 Jahren war die Band nie ganz weg. Ihre Best-of-Alben verkauften sich millionenfach, das Abba Musical und die beiden Abba-Kinofilme wurden zu Welterfolgen. 2019 kündigte die Band eine Art Comeback an. Dieses wird durch zwei neue Songs und eine Abba-Avatar Tournee zelebriert. 2020 soll es endlich so weit sein. Diese unerwarteten Neuigkeiten haben natürlich die Fans elektrisiert, die wieder Großes von der Band aus Schweden erwarten.

Mehr als nur Entertainment

Die Musik von Abba verbindet man gemeinhin mit lupenreinem Pop. Zwingende Melodien und Texte die niemandem wehtun, so wurden Abba ursprünglich bekannt. Doch damit tut man den schwedischen Pop-Legenden Unrecht. Nicht nur in ihrer Musik, sondern auch in ihren Texten ist eine deutliche Entwicklung hin zu mehr Tiefe zu entdecken. Galt die Band nach ihrem Sieg mit dem Song „Waterloo“ beim Eurovision Song Contest 1974 noch als luftig leichte Popband ohne Anspruch, so änderte sich dies im Lauf Ihrer Karriere deutlich. Ein gutes Beispiel dafür ist der Song „The winner takes it all“ vom vorletzten Abba Album „Super Trouper“. Was sich vordergründig wie eine Glücksspiel-Hymne anhört, ist in Wahrheit ein bitterer Abgesang auf die Liebe. Abba singen nicht über eine Nacht im Casino, sondern beklagen wehmütig das Ende einer Liebe.

Das verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass die vier Mitglieder der Band lange Zeit zwei Paare bildeten. Nach dem Ende der Beziehungen bracht zwar die Band nicht auseinander, doch die zwischenmenschlichen Probleme flossen immer stärker in die Songtexte von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, den beiden Komponisten und Textern von Abba, ein. Der immense Erfolg, der Stress rund um die Tourneen und das permanente Medieninteresse am Privatleben der fantastischen Vier aus Schweden hatte schwere Spuren hinterlassen. Hört man die Songs von Abba heute in chronologischer Reihenfolge, dann erkennt man auch die persönliche Entwicklung der vier Bandmitglieder, die sich in den Texten widerspiegelt.

Mehr als nur Entertainment
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Eine Hommage an die Superstars

Seit mittlerweile sieben Jahren können ihre Fans Abba nun auch im Museum bewundern. Zu sehen gibt es nicht nur zahlreiche Ausstellungstücke aus der glanzvollen Karriere der vier Schweden, sondern auch eine Showbühne mit Hologrammen der Band. Dort können Besucher zu den Liedern von Abba Karaoke singen. Die Organisatoren haben mehrere Kulissen originalgetreu nachgebaut, darunter befinden sich das Abba-Aufnahmestudio und jenes Haus auf Viggsö, in dem Benny Andersson und Björn Ulvaeus die meisten der berühmten Songs komponiert haben. Neben den spektakulären Kostümen gibt es noch unzählige Merchandising-Produkte und Auszeichnungen zu bewundern. Das Abba-Museum ist ein Muss für Musikfans und führt seine Besucher zurück in die glanzvollen 1970er-Jahre.